Grüne beantragen Einschränkung von privatem Silvesterfeuerwerk

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sindelfinger Gemeinderat beantragt den Erlass einer kommunalen Regelung zur Einschränkung privater Feuerwerkskörper ab dem Jahreswechsel 2026/2027

Kern des Antrags ist, dass die Stadt Sindelfingen künftig öffentliche Zonen festlegt, in denen privates Silvesterfeuerwerk erlaubt ist. In diesen Bereichen sollen zudem Müllcontainer zur sicheren Entsorgung der Feuerwerksreste aufgestellt werden. Gleichzeitig soll die Stadtverwaltung prüfen, ob ein Böllerverbot für Pyrotechnik mit reiner Knallwirkung – wie etwa Kanonenschläge, Knallketten oder Knallfrösche – eingeführt werden kann. Ein entsprechendes Verbot wurde in der Stadt Heilbronn bereits im Jahr 2025 erlassen.

Darüber hinaus beantragen die Grünen, Alternativen zur Gestaltung des Jahreswechsels zu prüfen, um privates Silvesterfeuerwerk deutlich zu reduzieren. Denkbar sind beispielsweise eine öffentliche Laser- oder Lichtshow sowie Klang- oder Lichtinstallationen.

Aus Sicht der Grünen liegt die Einschränkung privaten Feuerwerks klar im öffentlichen Interesse. Weniger Feuerwerk bedeutet einen besseren Schutz von Menschen und Tieren vor Verletzungen und erheblichen Belastungen. Zudem werden Brandrisiken reduziert und Feuerwehr, Polizei sowie Rettungsdienste entlastet. Auch die Gesundheit profitiert durch eine deutliche Verringerung der Feinstaubbelastung. Nicht zuletzt führt privates Feuerwerk regelmäßig zu einer starken Vermüllung öffentlicher und privater Flächen und verursacht hohe Kosten für die Stadtreinigung.

Die Grünen sind sich bewusst, dass mit dem Antrag ein Bruch mit einer langjährigen Tradition verbunden ist und dass die Kontrolle der Einhaltung von Gestattungszonen personalintensiv sein kann. Gleichzeitig stellen sie fest, dass in der Bevölkerung ein deutlicher Umdenkungsprozess stattgefunden hat. Umfragen zeigen, dass sich mittlerweile rund 60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland für ein absolutes Böllerverbot aussprechen. In vielen europäischen Nachbarländern wie Österreich, der Schweiz, Frankreich oder den Niederlanden gelten bereits seit Langem teilweise oder vollständige Einschränkungen.

Die Co-Fraktionsvorsitzende Sabine Kober betont:

„Die Einschränkung privaten Feuerwerks ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz.“

Der Co-Fraktionsvorsitzende Ulrich Hensinger ergänzt:

„Auch in Sindelfingen vernehmen wir deutlich, dass ein Großteil der Bürgerschaft bei dieser Tradition umdenkt.“

Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Sindelfingen

Sabine Kober und Ulrich Hensinger

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